Sooa, nun jehts endlich ma weiter mit nen paar schicken Bildchen=)
Also... am 19. November habe ich mich mit Janice auf einen wunderschönen Wochenendtripp nach Coromandel gemacht. Gegen 9 Uhr ging es am Samstag hier in Howick los.*gähn* Kurz mal eine ungefähre Route besprochen, noch mal schnell ein Backpacker Hotel rausgesucht und schon ging es in Janice - vor 7 Tagen gekauften - blauen Toyota Corolla los.

Der erste Stop war am Strand von Maraetai. Es war weit und breit keine Menschenseele zu sehen. Pure Stille... Das Gesicht von der Morgensonne gewärmt, die frische Luft und dann dieser Ausblick aufs Meer... Man möchte sich keinen Zentimeter mehr von der Stelle...
Wir sind dann immer weiter entlang der Küste nach Coromandel gefahren. Nach ca. 3 Stunden sind wir dann in Thames - einer kleinen Stadt von Coromandel - angekommen. Hier haben wir uns erstmal in einem Informationszentrum mit unzählen Infomaterialien von ganz Neuseeland eingedeckt. Und das ganze für $0. =)

Als wir dann endlich eine detaillierte Karte von Coromandel gefunden hatten, ging es weiter zur Ostküste von Coromandel, welche für ihre wunderschönen Strände bekannt ist. Somit zog es uns als nächstes zum berühmten Hot Water Beach.

Warum heißt der Strand Hot Water Beach? Nun, genau das haben wir dann ganz schnell am eigenen Leib erfahren. Einmal am Tag - wenn Ebbe ist, kann man eine bestimmte Stelle am Strand erreichen, wo der Boden teilweise zum verbrennen heiß ist. Die Leute nehmen sich tatsächlich eine Schaufel und fangen an sich ein Loch in den Strandboden zu graben und setzen sich dann in das Loch wo warmes, fast heißes Wasser ist... Hört sich komisch an - ist aber wirklich wahr!
Ich habe das alles mit der viel Skepsis aus der Ferne betrachtet aber als wir dann drum herum gelaufen sind und nur für ein paar Sekunden im Wasser standen und uns fast die Füße dabei verbrannt hatten, habe ich es dann auch endlich geglaubt.*g*






Danach haben wir uns dann auf die Socken gemacht um was zu futtern zu finden. Letztendlich sind wir dann kurz nach Sonnenuntergang in Coromandel Town angekommen und haben uns dann mit chinesischem Fastfood den Magen vollgeschlagen =)
Mit vollem Magen ging es dann weiter auf die Suche nach einem Schlafplatz. Ursprünglich war ja geplant in einem Backpacker Hotel zu übernachten aber als wir denn endlich den Ort Kuaotunu Bay erreicht hatten wo das Hotel war, war es schon 21 Uhr durch und wer hat denn schon was dagegen sich vom Sonnenaufgang am Meer wecken zu lassen.=) Somit sind wir zum Opito Bay gefahren und haben dort am Ar... der Welt am Strand im Auto übernachtet. Allein der Weg dort hin... Oh man! Wir sind ca. eine halbe Stunde lang nur Schotterwege entlang eines Berges gefahren - und das im dunkeln! Man konnte nicht weiter als 5 Meter sehen. Ich kann euch sagen. Also Neuseeland ist ja sozusagen schon am Ende der Welt aber Opito Bay war wirklich das äußerste Ende... Kein Radioempfang, kein Empfang auf dem Handy... nichts!!!

Nach diesem super schönen Sonnenaufgang ging es dann mal wieder weiter auf der Suche nach was Essbaren - was in Neuseeland irgendwie nicht sehr einfach erscheint. Wir mussten sozusagen den ganzen Weg über die Berge zurück... Eine halbe Stunde wieder mal nur Schotterwege und im hellen konnten wir dann sehen wo wir im dunkeln langgefahren sind... OHJE!

Beim nächsten Stopp in Whangapua sah das Auto dann so aus *g*

Was zu futtern gab es dann endlich in Coromandel Town. War nicht grad der Hit aber hat den Magen gefüllt.=)

Bei Tageslicht sieht die Stadt gar nicht mal so schlimm aus wie ich am abend zuvor dachte...

Als nächstes Stand dann die Erkundung des Nordens von Coromandel auf dem Plan. Wobei uns dann schon nach kurzer Zeit der Verdacht kam, dass das keine gute Idee war. Über 100 km nur Schotterwege... immer die Berge auf und ab und nach ca. 3 Stunden, mussten wir dann auch noch mit Erschrecken feststellen, dass wir bald kein Sprit mehr hatten. Und das am Ar... der Welt. Man konnte froh sein, wenn uns mal ein Auto entgegen kam oder man vereinzelt mal ein paar kleine Häuschen stehen sah aber so richtig beruhigt hat uns das leider auch nicht. Die Tanknadel ging immer mehr ins Rote und weit und breit keine Tankstelle in Sicht. Mit jedem kleinen Ort den wir erreichten, der auf der Karte von der größe her als kleine Stadt eingezeichnet war, schrumpfte unsere Hoffnung immer mehr noch rechtzeitig eine Tankstelle zu finden. Ehrlich gesagt, hab ich schon damit gerechnet, dass ich endlich mal die Aral Werbung nachspielen kann. ;o) - I'm working down the street, I'm working...
Letztendlich haben wir dann in der letzten Minute noch den nächst größeren Ort erreicht. Man bemerke... zwei Häuser und mittendrin zwei Zapfsäulen. Nur gut, dass Janice richtig geschaut hat - ich hätte die "Tankstelle" nicht gesehen.
Aber auch wenn sich der Norden eigentlich so gut wie gar nicht gelohnt hat und eher richtig viel Stress als alles andere war - wurden wir dann aber doch ab und zu mal mit einem ganz tollen Ausblick besämpftigt...


Danach hatten wir dann genug von der Rumfahrerei und wollten den Tag dann einfach nur noch ruhig ausklingen lassen und sind dann letztendlich wieder in Coromandel Town gelandet wo wir dann zum Long Beach gefahren sind. Tja... warum heißt der Long Beach wohl Long Beach? Nachdem ich mich nach der anstrengenden Autofahrt endlich in mein Bikini gepellt hatte und voller Vorfreude ins Meer gerannt bin, musste ich leider nach ca. 400 m Kniehohem Wasser und unendlich vielem Matsch unter meinen Füßen wieder aus dem Wasser traben - war leider nix mit Abkühlung.*grummel* Na ja, zumindestens wusste ich dann warum der Strand Long Beach heißt.=/ Danach hieß es dann wieder anpellen und zum nächsten Strand. Und da haben wir dann endlich einen absoluten Traumstrand gefunden - den Matarangi Beach. So wie man es aus dem Fernsehen kennt... *schwärm*
Im Großen und Ganzen ein echt toller Tripp - und nicht grade langweilig. =) In Coromandel habe ich dann auch endlich meinen ersten richtigen Sonnenbrand bekommen... natürlich uf de Neese =/